Norddt. Institut

Mitglied im
International Institute for
Bioenergetic Analysis

NIBA-Studientag Tagesseminar

Freitag:
10.30 Uhr
  bis
17.30 Uhr
Dr. Vita Heinrich-Clauer
Dipl. Psych., Bioenergetische Analytikerin (CBT), IIBA Faculty. Supervisorin, Dozentin.
„Bioenergetische Selbstfürsorge für Therapeuten – zwischen Öffnung und Abgrenzung“
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NIBA-Studientag Vorträge

Freitag:
18.00 Uhr
Abendessen
 
 
19.30 Uhr
Konrad Oelmann

Die Liebe in der Bioenergetischen Analyse
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Samstag:
7.15 Uhr
N. N.
Übungsgruppe vor dem Frühstück
 
8.00 Uhr
Frühstück
 
9.00 Uhr
Juliane Appel-Opper
Psychol. Psychotherapeutin, Reg. Psychotherapeutin bei U.K. Council for Psychotherapy, Supervisorin, tätig in eigener Praxis in Berlin und intern. als Lehrbeauftragte/ Ausbilderin. www.thelivingbody.de

 

 

Relationale Botschaften des Körpers
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10.30 Uhr
Kaffeepause
 
 
11.00 Uhr
Olaf Trapp
Bioenergetischer Analytiker (CBT), Heilpraktiker für Pychotherapie

 

Die berührende Suche nach den tiefen Schichten des Selbst
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12.30 Uhr
Mittagessen
 

Das Tagesseminar

„Bioenergetische Selbstfürsorge für Therapeuten – zwischen Öffnung und Abgrenzung“

Empathisch auf Worte und Körper der Klienten zu reagieren, die eigene Körperresonanz im Kontakt zu ihnen zu beachten und ihnen dabei auch körperlich sehr nahe zu kommen, kann unsere eigene Gesundheit gefährden. In der Arbeit mit traumatisierten Menschen besteht  die Gefahr für Sekundärtraumatisierung. Wir geraten auf die dunkle Seite des Lebens, verlieren  die Fähigkeit zum Genuss, unsere Liebesfähigkeit und unseren Humor – riskieren ein Burnout. Wie können wir unsere Freude wiedergewinnen und unsere guten Gefühle für die Klienten und die Arbeit mit ihnen bewahren?

Viele spannende Ergebnisse der neuro-immunologischen und neuro-physiologischen Forschung belegen Schritt für Schritt, was wir auf einer klinischen Erfahrungsebene schon lange wussten – dass unser Körper genügend regulative Systeme hat, um sich von Stress zu erholen, wenn wir ihm die Gelegenheit dazu geben. Die Bioenergetische Analyse hilft uns, im Kontakt mit unserem Körper – nicht nur mit dem Körper der Klienten! – zu bleiben.

Forschungsergebnisse und bioenergetische Prinzipien werden im Hinblick auf Selbstfürsorge dargestellt. Bioenergetische Übungen werden angeboten, die therapeutisches Mitschwingen (Motilität und Resonanz), die Kontaktgrenzen sowie Selbstzentrierung verbessern. Der Focus liegt auf der Verknüpfung von energetisierenden, expressiven Interventionen mit abgrenzenden inneren Bildern und Worten.

Dr. Vita Heinrich-Clauer, Dr. Vita Heinrich Clauer  Dipl. Psych., Bioenergetische Analytikerin (CBT seit 1991), Internationale Trainerin (IIBA Faculty). Trainings in Russland, Polen, Schweiz und Deutschland. Autorin, Herausgeberin „Handbuch Bioenergetische Analyse“ (2008 deutsch, 2011 englisch). Supervisorin, Dozentin.


Die Fachvorträge

Die Liebe in der Bioenergetischen Analyse

Die Ansicht, dass jede psychotherapeutische Beziehung Züge einer Liebesbeziehung trägt, die es sorgfältig zu handhaben gilt, stellt den Ausgangspunkt für diesen Vortrag dar.

Übertragungs- und Gegenübertragungsliebe sind im therapeutischen Raum permanent vorhanden, werden aber nur selten explizit in Therapie und Supervision thematisiert. Eine spannende Ausnahme machte hier ein Vortrag mit dem Titel: Kann ein Schiff seekrank werden? – Die Angst des Psychoanalytikers verdrängte Liebe zu befreien. (Krutzenbichler DGPT-Tagung 2010)

Seither bewegt mich die Frage: Was lösen die Liebesgefühle – meine und die meiner PatientInnen im Praxisraum aus?

Die Praxis des Bioenergetischen Analytikers legt in den Augen benachbarter Schulen die Vermutung nahe, dass die Gefahr des übergriffigen Missbrauchs durch die direkte Arbeit mit dem Körper erhöht würde. Diese Annahme ist meiner Meinung nach nicht stimmig, führt innerhalb der Bioenergetischen Analyse aber dazu, dass wir - unter einer gefürchteten Anklage - zu wenig über die Liebesgefühle im therapeutischen Geschehen sprechen – unter uns und auch in öffentlichen Räumen.Die Ansicht, dass jede psychotherapeutische Beziehung Züge einer Liebesbeziehung trägt, die es sorgfältig zu handhaben gilt, stellt den Ausgangspunkt für diesen Vortrag dar.

ReferentIn: Konrad Oelmann


Relationale Botschaften des Körpers

Seit vielen Jahren faszinieren mich non-verbale Vorgänge in der Psychotherapie. Therapeut und Klient kokreieren eine intersukjektive körperliche Wirklichkeit in einem impliziten Austausch wie in einem Tanz von Körper-zu-Körper. Rhythmen, Melodien, Atmosphären und Kleinstbewegungen senden Botschaften des Körpers, die im anderen Körper Resonanz finden.

Der von mir entwickelte Ansatz der Relationalen Körper-zu-Körper-Kommunikation soll vorgestellt, theoretisch begründet und anhand von klinischen Beispielen anschaulich gemacht werden.  
Bei dieser Vorgehensweise wird eine Fein-Abstimmung praktiziert, bei der die ganz individuelle Sprache des Körpers im Fokus steht. Im achtsamen Miteinander werden verkörperlichte Interventionen und Experimente entwickelt. Interventionen sind zum Beispiel achtsam ausgeführte Kleinstbewegungen und Selbstberührungen. Der direkte Körperkontakt steht hierbei nicht im Fokus.

Eine auf die körpersprachlichen Signale des Klienten abgestimmte behutsame und fokussierte Gesprächsführung fördert die Mentalisierung der in der Körpersprache festgehaltenen Erlebnisse.

ReferentIn: Juliane Appel-Opper


Die berührende Suche nach den tiefen Schichten des Selbst

Unter dem tiefsten Selbst verstehe ich eine Art energetischen Kern, der in der Psychotherapie als heilende Ressource fungieren kann. Die Unverbundenheit mit diesem Kern kann die Ursache für energetische Einbrüche und depressive Verstimmungen sein, selbst nach vielen Jahren psychotherapeutischer Behandlung.

Während des energetischen Beziehungsdialogs bin ich immer auf der Suche nach dem Selbst im Körper des Klienten. Nach dem Gestalten einer geschützten Atmosphäre möchte ich anhand von kleinen Einzelsequenzen mit Teilnehmern Körperinterventionen zeigen, die für tiefere Schichten des Selbst eine Einladung darstellen, sich berühren zu lassen.

ReferentIn: Olaf Trapp

 

Studientag März 2013